Ein Bauangebot richtig kalkulieren
Aktualisiert am 2. Oktober 2026
Die meisten Verluste auf der Baustelle entstehen schon im Angebot: eine vergessene Position, Mengen ohne Verschnitt, unterschätzte Arbeitszeit oder eine Marge auf der falschen Basis. Hier eine einfache Methode, Position für Position.
1. Gliedern und aufmessen
Teilen Sie die Arbeiten in Gewerke (Erdarbeiten, Rohbau, Mauerwerk, Putz, Fliesen, Maler…) und jedes Gewerk in Positionen mit Einheit: m³ Beton, m² Wand, laufende Meter, Stück. Notieren Sie die Maße – sie belegen Ihre Mengen.
2. Einzelkosten je Position
Für jede Position die Einzelkosten je Einheit:
- Material zum Einkaufspreis plus Verschnitt (≈ 5 % Beton, 10 % Fliesen, 10–15 % Zuschnitt und Bruch).
- Lohn: Stunden je Einheit × Stundensatz inklusive Lohnnebenkosten.
- Geräte und Verbrauchsmaterial: Mischer, Gerüst, Miete, Kraftstoff.
- Transport, Entsorgung und Zugangsbeschränkungen.
3. Gemeinkosten und Marge
Gemeinkosten (Fahrzeug, Versicherung, Büro, Kalkulationszeit) werden meist mit 10–20 % auf die Einzelkosten verteilt. Dann die Marge: 20 % vom Verkaufspreis sind nicht +20 % auf die Kosten – teilen Sie die Kosten durch 0,8 (Faktor 1,25), um 20 % des Preises zu behalten.
4. Ein Angebot, das Sie schützt
Beschreiben Sie jede Position genau, nennen Sie Ausschlüsse, Termine, die Bindefrist (30 Tage sind üblich) und den Zahlungsplan: Anzahlung bei Auftrag (oft 30 %), Abschläge, Schlusszahlung bei Abnahme. Lassen Sie das Angebot datiert unterschreiben.
Allgemeine Information, geprüft zum angegebenen Datum. Sie ersetzt nicht die Beratung durch eine Fachperson für Ihren Fall.