Marge und Aufschlag: richtig rechnen und den Preis festlegen
Aktualisiert am 2. Oktober 2026
Marge (Handelsspanne) und Aufschlag messen beide den Gewinn, aber mit unterschiedlicher Basis: die Marge bezogen auf den Verkaufspreis, der Aufschlag bezogen auf die Kosten. Sie zu verwechseln ist einer der häufigsten Kalkulationsfehler. Hier die Formeln und ihre Anwendung.
Die Formeln
Alle Beträge netto:
- Rohgewinn = Verkaufspreis − Einstandskosten.
- Marge / Handelsspanne (%) = Rohgewinn ÷ Verkaufspreis × 100.
- Aufschlag (%) = Rohgewinn ÷ Einstandskosten × 100.
- Kalkulationsfaktor = Verkaufspreis ÷ Einstandskosten (1,5: Preis = 1,5-fache Kosten).
Rechenbeispiel
Ein Artikel kostet 60 und wird für 100 verkauft: Der Rohgewinn beträgt 40. Die Marge ist 40 ÷ 100 = 40 %, der Aufschlag 40 ÷ 60 = 66,7 %, der Kalkulationsfaktor 1,667. Gleicher Gewinn, drei verschiedene Zahlen.
Preis für eine Zielmarge
Für eine bestimmte Marge teilen Sie die Kosten durch (1 − Marge): Bei 30 % auf Kosten von 70 beträgt der Preis 70 ÷ 0,70 = 100.
Der typische Fehler: 30 % auf die Kosten aufschlagen. 70 × 1,30 = 91 ergibt nur 23 % Marge. Über ein Verkaufsjahr ist der Unterschied erheblich.
Rabatte und Break-even
Ein Rabatt mindert den Verkaufspreis und frisst die Marge schnell auf: Bei 40 % Marge kostet ein Rabatt von 10 % ein Viertel des Gewinns. Prüfen Sie die verbleibende Marge, bevor Sie Rabatt gewähren.
Wie viel Sie verkaufen müssen, um die Fixkosten zu decken, zeigt der Break-even-Rechner. Diese Margen sind Bruttowerte: Gemeinkosten, Steuern und Ihr eigenes Gehalt müssen noch gedeckt werden.
Allgemeine Information, geprüft zum angegebenen Datum. Sie ersetzt nicht die Beratung durch eine Fachperson für Ihren Fall.