Stundensatz und Tagessatz als Freelancer berechnen
Aktualisiert am 2. Oktober 2026
Der häufigste Fehler von Selbstständigen: ein Angestelltengehalt durch 40 Wochenstunden teilen. Freelancer zahlen Kosten und Abgaben selbst, haben keinen bezahlten Urlaub und können nicht jede gearbeitete Stunde abrechnen. Hier die Methode für einen Satz, der all das deckt.
1. Was Sie einnehmen müssen
Addieren Sie für ein Jahr:
- Das Nettoeinkommen, das Ihnen bleiben soll.
- Ihre Betriebskosten: Ausstattung, Software, Versicherungen, Steuerberatung, Reisen, Coworking, Weiterbildung.
- Dann Steuern und Sozialabgaben einrechnen: Gehen etwa 25 % des Umsatzes dafür weg, teilen Sie durch 0,75.
2. Ihre wirklich abrechenbaren Stunden
Zählen Sie die abrechenbaren Wochen: 52 minus Urlaub, Feiertage, Krankheit und Flauten, oft etwa 44 bis 47 Wochen.
Dann die abrechenbaren Stunden pro Woche: Akquise, Angebote, Rechnungen, Verwaltung und Weiterbildung werden nicht bezahlt. Viele Freelancer rechnen 25 bis 30 von 40 gearbeiteten Stunden ab.
Rechenbeispiel
Ziel 36.000 netto, 6.000 Kosten, rund 25 % Steuern und Abgaben, 46 Wochen à 30 abrechenbare Stunden:
- Benötigter Umsatz: (36.000 + 6.000) ÷ 0,75 = 56.000.
- Abrechenbare Stunden: 46 × 30 = 1.380 Stunden.
- Mindest-Stundensatz: 56.000 ÷ 1.380 ≈ 40,58; Tagessatz bei 7 Stunden ≈ 284.
Vom Mindestsatz zum Verkaufspreis
Das ist Ihre Untergrenze, nicht unbedingt Ihr Preis: Vergleichen Sie mit dem Markt für Ihre Fähigkeiten und Kunden und planen Sie Reserve für schwache Monate ein. Bieten Sie Pauschalen an, wenn der Umfang klar ist, und nennen Sie Satz und Zahlungsbedingungen in jedem Angebot.
Steuer- und Abgabensätze hängen von Land und Rechtsform ab: Prüfen Sie sie mit Ihrer Steuerberatung oder offiziellen Quellen.
Allgemeine Information, geprüft zum angegebenen Datum. Sie ersetzt nicht die Beratung durch eine Fachperson für Ihren Fall.